Das ganze Dorf und ganz speziell die Kinder dürfen mit dem Samichlaus unvergessliche Stunden erleben und ihm die gelernten Gedichte vortragen.
Dieses Jahr findet der Einzug auf dem Ricken am Sonntag, 30. November statt.
Treffpunkt: Schweizerhausparkplatz
Wann: 17:30
Von dort aus geht es (geführt) einen kurzen Fussmarsch zu einer kleinen „Schür“ am Waldrand.
Der Anlass welcher romantisch im Dunklen und im Schein vieler Fackeln stattfindet, wird Gross und Klein bestimmt lange in Erinnerung bleiben.
Die Geschichte vom Urchlaus 2025
Am Samichlaus sini Lieblings-Kerze
«Was sölled mer au mache? Mini Lieblings-Cherze azünde oder im Dunkle sitze?», han ich de Schmutzli gfröget. Im dunkle Waldhüsli wär’s ja gar nöd gmüetlich gsi. Und villicht wäred mer denn sogar na im Dunkle uf d’Nase gfloge! Stelled eu vor, ich het denn s’Bei broche und het nöd chöne zu eu cho! Also isch mir nüt anders übrig bliebe als es Zündhölzli z’neh.
Scho fascht hani de Docht azündet gha, het mich de Schmutzli am Arm packt: «Samichlaus wart! Wotsch das würkli mache? Lueg, wenn du sie jetzt azündisch, häsch sie bald nümme und bisch truurig!» Ich han de Schmutzli aglueged und s’Zündhölzli usblase: «Hesch Rächt, Schmutzli, es wär schad um mini Lieblings-Cherze. Handkehrum hättis mich scho wunder gno, ob sones einzigartigs Cherzli au es bsundrigs Liecht git!»
Ich han den s’Cherzli denn glich mit schwerem Härze azündet.
Ihre bsundrigi Schii hät mich beiidruckt und ich han’s richtig gnosse! Sie isch zwar vo Minute zu Minute chliner worde, aber ich han gspürt, dass ich s’Richtige gmacht han. Tüf i Gedanke versunke, hani verpasst, dass sich de nachdänklich Schmutzli heimlich us em Waldhüsli gschliche het.
Im Mondliecht isch er mit em Eseli zum Waldrand gloffe. Det wohnt en älteri Frau, wo ihres Purehus i de Adventsziit immer wunderschön dekoriert und Cherzekürs git. «Sie chamer sicher hälfe, sone Cherze naaz’mache!», hät de Schmutzli dänkt. Er chlopft aa und verzellt de Frau ufgregt sini Sorg und sie meint: «Chum ine, Schmutzli, ich bin grad am Cherzeverziere mit Chind und Eltere. Mach doch mit!» D’Chind händ em Schmutzli begeischteret zueglueged, sodass am Schluss alli zäme wissi Cherze verziert händ.
Woner fertig gsi isch, hät er zügig hei welä. Vor luuter Pressierä ischer über s’Eseli gstolperet, wo dusse umegläge isch, und d’Cherze gheit am Bode. Und de Schmutzli hät gschumpfe: «Du blöde Esel, muesch usgrächned vor de Türe ligge?» S’Eseli isch verschrocke, ufgsprunge und – poing! – au no uf d’Cherze gstande. De Schmutzli het hoffnigslos gjammeret: «Jetzt het de Samichlaus endgültig kei Lieblings-Cherze meh!»
Wägem Lärm sind d’Chind use go luege was passiert isch. En Bueb hät denn Mitleid gha und gseit: «Schmutzli, ich gibe dir mini Cherze für de Samichlaus. Ich chan ja denn nomal e neui mache.» De Schmutzli hät gstuunet: «Sooo lieb, danke vielmal!» Und no wiiteri Chind händ em ihri Cherze id Hand druckt. Und sogar die alt Frau hät naaghulfe. Plötzlich hät de Schmutzli en ganze Sack volle verzierti Cherze gha. Überglücklich hät er en em Eseli uf de Rugge bunde und isch zrugg zum Waldhüsli.
Chum isch de Schmutzli id Stube trampet, hani scho welä wüsse woner so lang gsi isch! Stolz hät er ei Cherze nach de andere us de täsche zauberet. Und de Schmutzli hät gseit: «Dini Lieblings-Cherze isch zwar glii abebrennt, Samichlaus, aber: Es gaht wiiter! Jetzt chasch jede Tag sone Lieblings-Cherze azünde!»
Ich han em Schmutzli tüf i d’Auge glueged und gseit: «Dini Cherzli sind schön. Aber mini Lieblings-Cherze gaht bald us und laht sich dur kei anderi eifach so ersetze. Ich bhalte sie im Herzä und wirde sie nüme vergässe! Dini Cherzli sölet aber a sie erinnere und mini Fröid, schöns Liecht und Wärmi wiitergeh!